Toleranz

Definition:

Der Ursprung des Wortes Toleranz kommt aus dem Lateinischen; "tolerare" bedeutet dort soviel wie Ertragen, Erdulden oder Aushalten. Der Begriff Toleranz wird heute vielfach verwendet, wenn es um eine positive Einstellung gegenüber bzw. einen positiven Umgang mit Menschen, die von einer Mehrheit als "fremd" oder "anders" wahrgenommenen werden, geht. Der Begriff, der so toll klingt, sagt jedoch nichts anderes als "ich ertrage dich, erdulde dich, halte dich aus". Ein Verhältnis von Menschen, das lediglich auf Toleranz basiert, ist also keine gute Grundlage für ein gleichberechtigtes Miteinander.

Dagegen meint der Begriff Akzeptanz, dass man den anderen Mensch so, wie er ist, anerkennt und sich darüber bewusst ist, dass die Eigenarten und Bedürfnisse des anderen ebenso berechtigt sind wie die eigenen - auch wenn sie nicht die selben sind. Nur das, was die freie Entfaltung, insbesondere das Leben und die Menschenwürde anderer Menschen bedroht, kann nicht akzeptiert werden. Das ist auch der Grund, weshalb wir beispielsweise rassistische und neonazistische Einstellungen und Handlungen oder die Verbreitung rechter Ideologie nicht akzeptieren.

Eng mit dem Begriff der Akzeptanz verknüpft ist der Begriff Respekt. Respekt ist eine Verhaltensweise und bedeutet, Menschen mit ihren Eigenheiten zu akzeptieren. Menschen sind verschieden, doch sie sind generell gleichwertig - keiner ist mehr, keiner weniger "wertvoll". Deshalb setzen wir uns für ein Klima in der Ausbildung ein, wo diese Einstellung eine Selbstverständlichkeit ist - egal, wie ein Mensch aussieht, oder welchen Beruf er erlernt.

 

„Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein:
Sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.”

Johann Wolfgang von Goethe